"Sommer 2000"

Im Frühjahr 2000 hatte ich den Wunsch einen Sommer außerhalb Firenze auf dem Lande der wunderschönen Toscana zu verbringen. Im April übersiedelte ich also aufs "Land"

Zuerst arbeitete ich auf einem "Agriturismo" für Kost und Logis. Solange es noch keine Gäste hatte, fütterte ich die Tiere ...

... lernte reiten und erkundete die wunderschöne Landschaft auf langen Ausflügen hoch zu Pferd.

Ich hatte eine abgelegene sehr schöne Unterkunft und konnte tagsüber ungestört üben und lernen.



Ab 16:00 arbeitete ich als "Bauer", in der Küche, als Kellner oder unterhielt die Gäste. Das ging dann meist bis spät in die Nacht und ich musste feststellen, dass dies nicht gut fürs Studium war.

Ich machte mich auf den Weg und fand ein wunderschönes, abgelegenes von der "Umwelt schier vergessenes Dörfchen", namens Querceto. Hier schlug ich also meine Zelte auf und verbrachte einen meiner schönsten Sommer und zog erst im November wieder nach Firenze zurück.

Ich hauste wie auf einem kleinen Schloss. Dies war mein Wohnzimmer, wo ich täglich mehrere Stunden mit üben und lernen verbrachte.

Und das war mein Ausblick über die wunderschöne Landschaft der Toscana und bei guter Sicht, bis aufs Meer hinaus.

Ich wurde herzlich empfangen und obwohl das Dörfchen nur 30 Einwohner zählt, hatten wir sogar eine eigene Fußballmannschaft und ein eigenes "Stadium" im Wald außerhalb des Dorfes. Trainer war Massimo er ist der Verwalter von Querceto und einer meiner besten Freunde. Der Höhepunkt unserer "Vereinsgeschichte" war ein Turnier, dass wir anlässlich des alljährlichen Dorffestes veranstaltet haben. Wir wurden zum Einen Turniersieger. Was aber noch viel mehr zählte, wir haben das wesentlich größere Nachbardof (zwischen dem es seit je her eine Art Rivalität gibt), zweimal besiegt! Ich konnte dazu auch ein schönes Kopfballtor beitragen, das bis heute nicht in Vergessenheit geraten ist.

Als Sänger, Rennfahrer oder Fußballstar, genießt man in Italien Sonderrechte. Ich wurde pro Woche durchschnittlich 4mal zum Essen eingeladen und als kleines Dankeschön sang ich dann immer das Lied "Mamma". Ich wollte mich natürlich revanchieren und fing an österreichische Spezialitäten zu kochen und Gäste in meinem kleinen Reich zu empfangen. Hier auf dem Foto die Familie Zagalla mit denen mich eine ganz besondere Freundschaft verbindet.

Es scheint diesen toskanischen Bauern wirklich gut zu schmecken.

Es verbinden mich sehr viele Freundschaften mit diesem Dorf Querceto. Ganz besonders mit Massimo (dem Verwalter), Paula (seiner Schwester) und Lucia, hier auf dem Foto bei mir zu Besuch in Firenze.

Als Dankeschön für einen wunderschönen Sommer, gab es vor der Rückkehr nach Firenze noch ein Konzert mit meiner Studiumskollegin und guter Freundin Susanna Piccardi in der Kirche von Querceto.

An alle Quercetaner an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön.

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